Joachim Tettenborn -                        Schriftsteller, Dramaturg und Fernsehmacher

  Hier entsteht ein umfassender Überblick über das umfangreiche und vielseitige Gesamtwerk des Autors Joachim Tettenborn. Das Theater, das Fernsehen und vor allem die Schriftstellerei waren über 70 Jahre sein Metier.                                                                                                                                                                                   

  Diese Seiten werden in unregelmäßigen Abständen vervollständigt und ergänzt. Auch bisher unveröffentlichte Texte kann man hier erstmals finden.

  Die in Ich-Form geschriebenen Teile hat Joachim Tettenborn noch für einen geplanten Internet- auftritt selbst verfaßt oder sind seiner privaten Biographie 'Begegnungen' entnommen.

  Viel Spaß beim Stöbern und Lesen. Entdecken sie die literarische Welt von Joachim Tettenborn.

Blick in den Spiegel

 

  Die ganze Welt ist Bühne. Der in Wackernheim bei Mainz und Westerhever in Nordfriesland lebende Schriftsteller Joachim Tettenborn hatte Shakespeares Weltformel für sein Leben und Werk gleichermaßen zur Maxime erhoben. Das ließ seine Lesungen und Vortragsabende zum puren Vergnügen werden, konnte zufäl- lige Begegnungen mit ihm aber zur schweißtreibenden Angelegenheit machen. Und auch seine literarischen Arbeiten sind gekennzeichnet von diesem Zwiespalt: Die sind - ob Theaterstück, Roman oder Gedicht - handwerklich pikobello gemacht und stets mit einem ausgeprägten Sinn für Effekt und Wirkung entworfen. Aber für das Atemholen nach der dramatischen Zuspitzung war da manchmal wenig Platz.


  Tettenborns Figuren wirken wie magisch angezogen vom großen Auftritt, von der symbolträchtigen Geste, von der melodramatischen Selbstentblößung. Und für seine Prosa gilt das gleiche. Der aufsäs- sige Künstler spielt Schach mit dem Herrscher; der verlassene Fastnachter blickt beim Abschminken ernüchtert in den Spiegel - Sachen dieser Art.


   Wer sie je kennengelernt hat, wird sie sorgsam in seiner Erinnerung bewahren.
  (Nachruf von Jens Feddersen, Mainzer Allgemeine Zeitung, 21.08.08)