Die Hand am Drücker

NEUERSCHEINUNG

 

Die Hand am Drücker

(Berlin-Roman)

 

332 Seiten

Format: 12,5 x 21,5 cm

Erscheinungsjahr 2020

BoD-Verlag, Norderstedt

Herausgeber: Sabine u. Alexander Tettenborn

ISBN 978-3-750499-46-1

 

Preis: 12,99 €

 

E-Book: Angebot 4,99 € (später 7,99)

Ein Schuss. Zwei junge Künstler im West-Berlin der 50er Jahre. Ein Toter. Eine fatale Männerfreund-schaft - Bewunderung, Neid und Vernichtung, Der Eine durch ein Theaterstück schlagartig bekannt geworden, herumgereicht. Im Schiller-Theater Barlogs gelandet. Der Andere, Opernsänger und Kom-ponist, Blacher-Schüler, zehn Jahre jünger - will an den Älteren heranreichen. Das gelingt nicht und er hat aus Verzweiflung nur ein Ziel - die Vernichtung des Älteren. Es kommt anders - oder doch nicht. Er wird durch einen Schuss des Anderen getötet. Beide sind nun vernichtet.  

  Die letzte Nacht vor der Verhaftung. Das (Wild-) West-Berliner Künstlerleben der 50er Jahre zieht im Haus in Kladow vorbei - Anekdoten, Kunst, Boheme: Thea von Harbou, Martin Held oder Werner Krauß. Der Verlust seiner geliebten Frau, der Geigerin. Düster und heiter. Himmelhochjauzend und zu Tode betrübt. Reflexionen eines wild-bürgerlichen Lebens in West-Berlin. Ein Berlin-Roman.

  (Klappentext)


Joachim Tettenborn schrieb noch selbst einen Entwurf für den Klappentext.

  Ein Berlin-Roman aus den fünfziger, sechziger Jahren.

Eine authentische Kulisse, in der das Spiel spielt. Mit autobiographischen Zügen.

  Zwei junge Männer, zwei Künstler in West-Berlin. Der eine, durch eine Theateraufführung mit einem Mal sehr bekannt geworden und danach im Barlog-Hafen, im Schiller-Theater gelandet. Der andere, auch ein Künstler, ein Musiker, zehn Jahre jünger. Er ist noch Student an der Berliner Musikhochschu- le. Seine Lehrer sind Boris Blacher und Professor Weissenborn, der seine Stimme formt - er hat einen sehr guten Bariton.

  Die beiden lernen sich nach dem großen Theatererfolg des einen kennen, und es ergibt sich eine Freundschaft. Der Jüngere bewundert den Älteren. Die Freundschaft hat für den Jüngeren schon fast etwas euphorisches. Auch der Ältere hat nun endlich jemanden gefunden, der in den nächtlichen Gesprächen mit ihm Grenzen überschreitet. Etwas von Entzückung von beiden ist dabei. Wie bei großen Freundschaften - wie hier - werden platonische Grenzen dabei erreicht.

  Der Jüngere hat nur einen Wunsch - an seinen Freund heranzureichen, von ihm auch als Künstler anerkannt zu werden - auch auf diesem Gebiet eine Gleichheit zu erzielen. Das gelingt nicht. Dazu fehlt ihm die Kraft zur Umsetzung seiner künstlerischen Vorstellungen - und so bleibt fast alles auf der Strecke. Da beginnt sich die Liebe des Jüngeren ins Gegenteil zu verkehren - nun hat er nur noch ein Ziel - den anderen zu vernichten. Das betreibt er raffiniert, ohne dass der andere zunächst seine Pläne erkennt. Hinzu kommt, daß er sehr labil ist. So verliert er durch ihn seine geliebte Frau, eine Geigerin, und schließlich mehr und mehr sich selbst.

  Es kommt, wie es kommen muss, wie es angelegt ist. Er provoziert den Älteren derart, daß er den Jüngeren erschießt - ja - ein Mord steht am Anfang. Damit hat der Jüngere erreicht, daß sie beide untergehen. Auch der Ältere ist nun aus der Welt.


Abbildungen der Originale, die im Buch auf den Seiten 119 bis 121 erwähnt werden.